Montag, 16. November 2015

... Jetzt gehts weiter... Autogenes Training oder PMR gegen Reizüberflutung ....

Autogenes Training oder Progressive Muskelentspannung gegen Reizüberflutung

In der letzten Zeit wurde ich öfter gefragt was man gegen einen Overload/Reizüberflutung machen kann, natürlich gibt es nicht das Patentrezept, denn jeder ist ja auf seine Art unterschiedlich, aber es gibt einige Methoden, um damit etwas besser zurecht zu kommen. Natürlich freue ich mich in diesem Zusammenhang auch auf Zuschriften und Vorschläge von Euch. 

Jeden Tag nehmen wir mit unseren Sinnesorganen Reize auf ohne eigentlich darüber nachzudenken. 
Menschen mit Autismus Spektrum Störung können diese Reize nicht filtern und es dauert gerade in einer Umgebung in der man vielen Sinnenreizen ausgesetzt ist nicht lange bis es zu einer Reizüberflutung/Overload kommt. Das kann in den verschiedensten Situationen sein und ich habe in der letzten Zeit sehr darunter gelitten. Ich habe lange Autogenes Training gemacht, leider habe ich aus Zeitmangel eine Weile nicht geübt, aber jetzt bin ich wieder dabei voll einzusteigen, denn  irgendwann beherrscht man es so, dass man sich innerhalb kürzester Zeit in einen Entspannungszustand versetzten und so wieder Kraft auftanken und störende Reize minimieren  kann. So kann man z.B. wenn man unbedingt U-Bahn oder Bus fahren muss und Probleme mit den vielen Sinnenreizen (Lärm, Licht, Gerüche, Enge) um sich herum hat mit dem Autogenen Training erlernen, wie man besser mit diesen Reizen umgehen/sie minimieren kann. Als ich regelmässig geübt habe, war ich in der Lage bestimmte Reize z.B. Geräusche in meiner Umgebung auszublenden.  
Autogenes Training muss man über einen längeren Zeitraum erlernen und regelmässig üben um einen Erfolg zu erzielen, es lohnt sich aber. 
Es gibt noch eine andere Übung, 5-4-3-2-1 Übung in der man sich zuerst ganz bewusst auf 5 Geräusche konzentriert die man hört und dann auf 5 Dinge die man sieht. Anschliessend nur noch auf  4, 3, 2, 1. Ich schaffe es damit mich wieder bewusst auf einzelne Dinge zu konzentrieren.  
Manchmal hilft es auch sich einfach nur für kurze Zeit in  einen etwas dunkleren, ruhigen Raum zurückzuziehen z.B. wenn man auf einer grossen Feier ist oder etwas zu lesen, zu malen, etwas am PC zu machen, je nachdem was man gerne macht. Die Spezialinteressen sind für mich auch eine Bewältigungsmethode, sie schaffen wieder Struktur in einen durcheinander geratenen Alltag und sind für mich unverzichtbar. 

So das war es für heute.... ich wünsche Euch noch  einen schönen Tag.....  


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