Freitag, 16. August 2013

Asperger Autismus - man sieht es uns oft nicht gleich an, dass wir etwas anders sind......


Auf den ersten Blick sieht man uns die Diagnose Asperger oft nicht an und das macht einige Dinge manchmal etwas schwieriger, hilft aber vielleicht auch bestimmte Situationen zu meistern. 
Personen die ich vielleicht ein oder zweimal sehe und dann evtl nie wieder, muss ich meine Besonderheiten sicher nicht ausführlich erklären.
Am Anfang hatte ich noch Schwierigkeiten zu sagen das ich Autistin bin, warum weiß ich ehrlich gesagt selbst nicht mehr so genau. Ich habe bis jetzt auch nur positive Erfahrungen damit gemacht.
Mittlerweile gehört es für mich zu meinem Leben dazu, wie die Luft zum Atmen .....
Ich denke aber das man möglichst bevor es bereits zu Missverständnissen etc. gekommen ist sagen sollte was los ist, denn wenn es erstmal dazu gekommen ist, ist es meiner Meinung nach viel schwieriger.

Sicher muss man es nicht jedem gleich und sofort erzählen, aber wenn es dann erstmal ausgesprochen ist, fühlt man sich meistens etwas besser. So geht es mir jedenfalls.

In der letzten Zeit war der Alltag etwas stressig, denn die Einschulung meiner Tochter und meine Weiterbildung haben den gewohnten Ablauf doch etwas durcheinander gewirbelt. So langsam kehrt jedoch wieder der geregelte Alltag ein und je gewohnter der Ablauf ist, desto mehr Sicherheit gewinne ich auch wieder.
Der eine oder andere "Overload"(Reizüberflutung)  ließ sich jedoch nicht vermeiden, aber ich habe es so gut es ging überstanden und kann mittlerweile auch ganz gut mit diesen Situationen umgehen.
Ein abgedunkelter Raum und absolute Ruhe für kurze Zeit  reichen da meistens schon aus, um wieder klar denken zu können und fit für den Alltag zu sein.
Der Körper holt sich das was er braucht, ich musste nach dem ganzen Trubel, Einschulungsfeier, das ganze Haus voller Besuch etc. sehr viel schlafen, mehr als normal für mich üblich ist d.h. auch Nachmittags....Ich habe sehr viel geträumt und so sicherlich sehr viele Sinnesreize verarbeitet.
Wichtig ist das man, so gut es eben geht, diesen Bedürfnissen gerecht wird und nicht versucht sie zu überspielen. Das geht für einen gewissen Zeitraum gut (wenn es nicht anderes machbar ist),aber irgendwann kommt es zum "Zusammenbruch" und den sollte man so gut es eben geht vermeiden. 

Das Verständnis der anderen Familienmitglieder z.B. ist da sehr, sehr wichtig und der Asperger Autist selbst muss sich  seiner Grenzen bewusst sein. 

Ein Asperger Autist braucht grad in anstrengenden Phasen, bei Veränderungen etc. mehr Ruhephasen um sich vor sog. "Overloads" zu schützen. 

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