Freitag, 5. April 2013

Was ist das Asperger Syndrom eigentlich ? 

Ich habe in den vergangenen Jahren sehr viel über das Asperger Syndrom und über Autismus gelesen und es gibt schon sehr viele sehr gute und informative Websites und ich werde in der nächsten Zeit auch eine Linkliste zusammenstellen und einstellen.

In der letzten Zeit musste ich feststellen,  dass bei Nichtbetroffenen oft ein einheitliches Bild von einem Autisten  existiert,  aber da es sich um eine Spektrum Störung handelt,  kann man  eindeutig sagen, dass es den Autisten oder den Asperger Autisten nicht gibt,  sondern das eine Vielfalt von Erscheinungsformen existieren und jeder anders und auf seine Weise einzigartig ist.

Was bedeutet Asperger Syndrom?  Welche Verhaltensweisen kommen vor? Welche Bewältigungsstrategien gibt es?

Unter dem Asperger Syndrom versteht man eine tiefgreifende Entwicklungsstörung aus dem Autismus Spektrum, bei der die Intelligenz meistens im Normalbereich oder sogar überdurchschnittlich ist und es zu keiner Sprachverzögerung kommt.
Das Asperger Syndrom  wurde erstmals vom österreichischen Arzt Hans Asperger im Jahre 1943 beschrieben.
Es zeigt sich meist weit weniger ausgeprägt, als der frühkindliche Autismus oder auch Kanner Syndrom genannt.

Erste Auffälligkeiten zeigen sich beim AS oft erst nach dem 3. Lebensjahr und bis zur endgültigen Diagnosenstellung können oft sehr viele Jahre vergehen (wie bei mir).
Ich habe meine Diagnose mit 36 Jahren erhalten, obwohl es schon in früher Kindheit Auffälligkeiten gab.
Asperger Autisten weisen auch gelegentlich eine Hochbegabung oder Inselbegabung auf.

Kommunikationsschwierigkeiten, vor allem in der  nonverbalen Kommunikation finden wir bei jedem Asperger Autisten.
Es fällt uns schwer intuitiv Gesichtsausdrücke/Emotionen zu erkennen, was den Kontakt zu anderen Menschen erschwert und nicht selten zu Missverständnissen führt. 
Wichtig ist es für uns,  dass wir möglichst viele verbale Signale bekommen und weniger mit Mimik und Gestik gearbeitet wird. Wir können es erlernen Mimik und Gestik zu erkennen und zu deuten, ähnlich wie mit Vokabeln, aber es fällt trotzdem oft schwer und bedeutet für viele auch eine enorme Anstrengung.

Oft zeigen Autisten ein ausgeprägtes Interesse (Spezialinteresse) an bestimmten Dingen oder Themen. 
Bei mir ist es wie gesagt die Psychologie oder Tiere, z.Zt. vor allem Hunde.
Es fällt uns schwer uns von diesen Dingen zu lösen und es kann auch schon mal vorkommen, dass ein ganzer Vormittag oder am Abend bis in die Nacht hinein an einem bestimmten Thema gearbeitet wird.  Jede Unterbrechung bedeutet dann Stress und es ist oft schwierig seinen Mitmenschen dieses Bedürfnis zu erklären.
Das ist aber auch als positive Eigenschaft zu werten, denn wir arbeiten sehr gewissenhaft und genau. Es ist für uns sehr wichtig das was wir machen auch hundertprozentig korrekt zu erledigen.

Zeitpläne können eine große Hilfe sein, um solche Aktivitäten und Alltagspflichten zu planen.
In meinem Fall ist es so, dass ich eine Familie habe und das auch der Haushalt erledigt weden muss, d.h. es müssen Bewältigungsstrategien entwickelt werden, um  alles genau zu planen und dann darf auch möglichst wenig dazwischen kommen.
Ein strukturierter Tagesablauf ist sehr wichtig, aber wie der Alltag zeigt, manchmal nicht zu realisieren.
Das bedeutet nicht nur Stress für mich sondern auch für meine Angehörigen. Leider fehlt uns oft der Blick für diese Situation und es ist sehr wichtig für uns,  dass es uns  auf dem verbalen Weg mitgeteilt wird.

Wir haben Probleme damit uns in unsere Mitmenschen einzufühlen, d.h. es fällt uns schwer zu erkennen warum jemand jetzt zum Beispiel traurig oder wütend ist. Auch da ist es sehr hilfreich, wenn man gesagt bekommt was gerade in einem Mitmenschen vorgeht.
Leider fällt das vielen schwer. Ich habe z.B. kein Problem damit zu sagen, was ich gerade denke, weil ich der Meinung bin das es meinem Gegenüber vielleicht hilft.
 Leider passiert es aber auch oft, dass wir Dinge aussprechen, die ein Nichtbetroffener vielleicht aus Rücksicht auf die Gefühle des anderen für sich behalten hätte. Nicht selten führt das zu der Annahme wir wären unhöflich, taktlos etc. 
Das sind aber Dinge die man  im Laufe der Zeit und mit wachsender Lebenserfahrung lernen kann,  denn intuitiv ist uns das nicht möglich.
Dafür brauchen wir dann aber in einem Gespräch meistens mehr Zeit als Nichtbetroffene, weil wir es nicht instinktiv sondern intellektuell bearbeiten müssen.
Das wiederum macht es sehr schwer einem Gruppengespräch zu folgen.

Das waren einige Dinge die das Asperger Syndrom etwas Beschreiben, mehr folgt..... 







Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen