Sonntag, 14. April 2013

Partys, Familienfeiern, Treffen mit Freunden... für die meisten bedeutet das Entspannung und Freude.

für Menschen mit Autismus bedeutet es meistens einer große Anstrengung und Anspannung und gehen  nicht selten mit einem "Overload" einher. 

Nicht Betroffene haben oft Schwierigkeiten das zu verstehen und es ist sicher auch nicht leicht nachzuvollziehen.... 

Für einen Asperger Autisten ist es sehr schwierig sich auf viele verschiedene Menschen zu konzentrieren, Stimmengewirr, laute Musik und die Tatsache, dass man nicht weiß wie man sich verhalten soll sind die eine Sache. Die andere Sache ist es zu schauspielern so gut es eben geht, um nicht aufzufallen. Das kostet, wie die anderen Dinge auch sehr viel Energie und nicht selten kommt es zur Reizüberflutung einem sog. "Overload" der sich auf verschiedene Art und Weisen bemerkbar machen kann. 

Bei mir fängt es jetzt meistens damit an, dass die Konzentration nachlässt und ich das Meiste nur noch am Rande mitbekomme. Wahrscheinlich merke ich schon irgendwie, dass es zuviel wird und versuche mich so langsam aus der Situation heraus zu nehmen. 
Könnte sich also als eine Art Schutzmechanismus des Körpers erklären lassen. Oft kommt dann noch Schwindel dazu und es baut sich innerlich ein Druck auf als müsste man ganz laut schreien oder weinen. Ein Kind tut das dann wahrscheinlich auch und wird in diesem Moment auffällig (wenn es sehr oft passiert). Als Erwachsener hat man irgendwie gelernt damit umzugehen und es sich nicht sofort anmerken zu lassen.
Weinen oder nur der Gedanke daran zu schreien oder schnelles Laufen, reicht dann bei mir oft schon aus, um diesen innerlichen Druck abzubauen. 
Es gilt also sich ein natürliches Ventil zu finden bevor sich der Körper selbst eins sucht und es dann wie bei mir z.B. zu einer Tic artigen Symptomatik, Herzrasen, Lähmungserscheinungen etc. kommt.
Bei Familienfeiern, ziehe ich mich oft in die Küche zurück, dort gibt es genug zu tun und ich kann mich auf eine Sache konzentrieren. Ausserdem gehe ich Gesprächen aus dem Weg, die mich dazu verleiten könnten offen und ehrlich meine Meinung dazu zu sagen und auf Unverständnis zu stoßen. 
Ich sagen meistens sehr offen, was ich denke und das ist, wie ich gelernt habe, nicht immer angebracht.
Das Beste ist es natürlich sich in diesen Momenten einfach aus der Situation herauszunehmen, an einen ruhigeren Ort zu gehen, die Augen zu schließen und zu versuchen das Ganze so langsam an sich vorüber ziehen zu lassen. 
Das Wichtigste ist immer wieder, dass man seine eigenen Grenzen erkennt und respektiert! 
Nur wenn man selbst das schafft, kann man von anderen erwarten, dass sie es auch tun!

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